Anwendungssoftware sind Programme , die für den Benutzer geschrieben sind für Aufgaben z.B. Lohnabrechnungen durchführen, Rechnungen und Mahnungen schreiben, statische Berechnungen durchführen, Videosammlungen verwerten usw.
Standardsoftware - Individualsoftware
Anwendungssoftware kann man selber schreiben, vorausgesetzt man beherrscht eine Programmiersprache.
Man kann sich auch von Softwarehäusern Programme entwickeln lassen.
Die Lösung ist aber für den privaten Anwender sehr kostspielig.
Im Handel , Handwerk und Industrie werden jedoch solche Programme öfter gebraucht, die auf besondere Erfordernisse zugeschnitten sind.
Solche speziell erstellten Anwendungsprogramme nennt man Individualsoftware.
Manche Grossbetriebe lassen ihre Software in eigenen Entwicklungsabteilungen erstellen.
In der Regel werden Anwender fertige Programme einsetzen, die von Softwarehäusern angeboten werden.
Diese sogenannte Standardsoftware läßt sich ohne Änderungen oder spezifische Anpassungen an besondere Gegebenheiten eines Betriebes oder einer Verwaltung einsetzen.
Der Benutzer kann ohne umfassenden EDV-Kentnisse mit Programmen arbeiten.
Standardsoftware ist kostengünstiger als Individualsoftware.
Es gibt Standardsoftware für Wirtschaftszweige, bei denen die Eigenarten der jeweiligen Branche berücksichtigt werden.
Diese nennt man Brachensoftware. Eingesetzt wird dies bei Ärzten , Rechtsanwälten oder Steuerberatern.
Branchensoftware besteht aus Komplettlösungen, welche aus einzelnen Programmbausteinen für die Aufgaben eines Betriebes bestehen.
Man nennt sie auch funktionsorientierte Software.
Diese Standardsoftware wird meist bei Betrieben eingesetzt, die nicht die gesamte Verwaltung mit dem Computer abwickeln wollen.
So kann Lagerhaltung mit Computer und entsprechender
Software getätigt werden, und Lohnabrechnung und Buchführung vom Steuerberater.
Diese Einzelprogramme leisten meist mehr, als das entsprechende Modul einer Brachensoftware.
Allerdings gibt es oft Probleme bei der Übergabe zwischen den verschiedenen Programmen.
Textverarbeitung
Textverarbeitung in der EDV
Eine der häufigsten Arbeiten, welche mit dem Computer erledigt werden, ist das Schreiben von Texten.
Es werden allerlei verschiedene Arten erstellt, sei es Einladungen, Speisekarten, Geschäftsbriefe oder sogar Bücher.
Texteingabe und Textbearbeitung
Bei der Textverarbeitung kann man den Text beliebig verändern und gestalten, bevor man ihn ausdruckt.
Man gibt den Text wie bei der Schreibmaschine über die Tastatur ein. Allerdings braucht man nicht auf das Ende der Zeile zu achten, man kann beliebig lang schreiben, da der Text automatisch am Ende der Zeile auf der nächsten Zeile weitergeschrieben wird. Man kann später noch automatische Trennhilfen einsetzen.
Sollte man sich vertippen, kann man diese Fehler gleich am Bildschirm korrigieren. Man kann Wörter oder Buchstaben einfügen, überschreiben oder auch löschen. Man kann auch ganze Textabschnitte verschieben.
Textgestaltung
Jedes Textverarbeitungsprogramm bietet verschiedene Möglichkeiten zur Textgestaltung.
Man kann bliebig festlegen, wie Seitenränder sind, oder wie der Text ausgerichtet wird.
Dabei gibt es den Blocksatz, rechtsbündiges Schreiben, linksbündiges Schreiben oder Zentrieren.
Außerdem kann man die Schriftgestaltung variieren. Da gibt es z.B. Fettschrift, Kursivschrift, unterstrichen und noch vieles mehr.
Auch kann man verschieden Größen gestalten. Groß oder klein.
Dies alles nennt man Formatieren.
Natürlich gibt es noch sehr viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten.
Dateiverwaltungen - Datenbanken
Eine weitere Standardanwendung in der EDV sind Programme, mit denen Daten verwaltet werden. Diese unterteilt man in Dateiverwaltungen, sowie Datenbanken.
Diese sind sehr unterschiedlich.
Dateiverwaltungsprogramme
Eine Datenverwaltung kennt eigentlich jeder, meistens hat man diese, wenn man z.B. Anschriften und Telefonnummern in einem Block stehen hat.
Man kann aber ein Telefonverzeichnis auch mit dem Computer verwalten. Dazu nutzt man ein Dateiverwaltungsprogramm. Man kann über ein fertiges Formular Anschriften, Namen und Telefonnummern mit der Tastatur eintragen.
Für jede Person wird dabeieine elektronische Karteikarte ausgefüllt, welche die dazugehörigen Angaben enthält. Dies nennt man auch Datensatz.
Bei einem Dateiverwaltungsprogramm kann man die Daten in verschiedenen Arten anordnen. So kann man Namen alphabetisch sortieren, oder nach PLZ sortieren.
Ist eine Datei erst einmal erstellt, so kann man Einträge der Datenfelder später wieder löschen oder durch neue ersetzen.
Eine Datensammlung sollte aber immer aktuel gehalten werden.
Datenbanken
Bis vor einiger Zeit war die Organisation einer Datenbank nur auf Groß- und Minicomputern möglich. Erst durch größeren Speicher und schnelleren Prozessoren war der Einsatz von Datenbankprogrammen möglich.
Für die Erstellung einer Datenbank wird eine integrierte Programmiersprache verwendet. Sie wird jeweils nach ihren Anforderungen erstellt. So ist eine Datenbank in einer Werkstatt anders, als eine Datenbank in einer Bibliothek.
Um die Informationen herauszusuchen, wird eine spezielle Datenbankabfragesprache verwendet. Standard ist hier SQL. Damit lassen sich Informationen nach eigenen Vorgaben auswerten.
Daten können beliebig gesucht, eingefügt, geändert oder gelöscht werden.
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