Neben der Zugriffszeit und der Datentransferrate spielt die sogenannte Überlappungs - oder Interleavefaktor eine entscheidende Rolle.
Er beschreibt die logische Abfolge der enzelnen Sektoren. Die logische Abfolge entspricht nicht unbedingt der physischen.
Bei einem Interleavefaktor von 1:1 entspricht die logische Nummer eines Sektors auch der physischen Reihenfolge auf dem Datenträger.
Pro Umdrehung der Platte kann eine gesamte Spur gelesen werden.
Die Sektoren stehen in der Spur hintereinander und können mit einer Umdrehung eingelesen werden.
Oft kann der Computer die Daten aber nicht so schnell verarbeiten, wie sie von der Festplatte zur Verfügung gestellt werden.
Dann spielt der Interleavefaktor eine entscheidende Bedeutung.
Liegt er bei 1:1, werden erst die Daten eines Sektors verarbeitet. Während der Verarbeitung dreht sich die Festplatte weiter.
Der folgende Sektor kann erst bei der nächsten Umdrehung eingelesen werden. Somit geht die ganze Prozedur wieder von vorne los.
Für das Lesen einer kompletten Spur benötigt der Rechner exakt so viele Umdrehungen, wie Sektoren pro Spur vorhanden sind.
Die Verarbeitungsgeschwindigkeit sinkt damit rapide ab.
Wenn der Interleavefaktor geändert wird, z.B. auf 1:3 wird bei einer Umdrehung der Platte nur jeder 3. Sektor bearbeitet. Die dazwischenliegenden werden übersprungen.
Diese kurze Zeit reicht aus, die gelesenen Daten zu verarbeiten.
Um eine Spur zu lesen genügen drei Umdrehungen.

